Reflexion

Huhu liebe Leser,

 

nun ist es soweit. Ich sitze jetzt hier über meinem letzten Post, denn das Semester neigt sich dem Ende und die Abgabe meines Blogs steht kurz bevor.

Wie ich Euch bereits am Anfang mitgeteilt habe, habe ich bisher noch nie einen Blog geschrieben und hatte auch nie das Bedürfnis dazu. Mein ersten Blogger- Erfahrungen habe ich während meines Praktikums gelernt… in welchem Unternehmen? …Ja, genau bei Philips. Und schon da merkte ich, dass ich mich mit dem Thema Bloggen nicht anfreunden kann. Als wir also die Aufgabe bekamen, ein eigenes E-Portfolio zu erstellen, hatte ich zunächst absolut gar keine Motivation. Ich habe einfach nicht verstanden, was mir dieses E-Portfolio genau bringen sollte und welchen Mehrwert ich dadurch erhalte. Herr Kreuzberger, mein Dozent, gab mir nur die Aufgabe, dass sich der Blog mit digitaler Kommunikation beschäftigen soll, näheres äußerte er nicht. Wichtig war es allerdings, dass wir uns in einer Community zusammenfinden, damit wir uns gegenseitig Feedback geben können und ich sollte während meiner Arbeit immer einen roten Faden beibehalten und den Blick auch nach rechts und links werfen.

Mittlerweile kann ich sagen, dass mir das Schreiben immer noch recht schwer fällt. Während des Bloggens begriff ich den Sinn der Sache allerdings immer mehr. Wahrscheinlich habe ich den Lernerfolg anfangs tatsächlich unterschätzt und erst mit dem Schreiben fiel mir auf, dass das hier eine vollkommen neue Form der Recherche, Analyse und Präsentation ist, in der man stets und ständig im Kontakt zu der Community ist. Die Herangehensweise war bei uns allen ähnlich. Erst beschäftigten wir uns mit den theoretischen Grundlagen, im Anschluss daran mit dem Untersuchungsgegenstand und dann mit der Analyse.

Schwer fällt mir bis jetzt noch, eigenständig so ein Blog zu verwalten und ich muss zugeben, dass ich den Fakt des Zeitaufwandes als am störendsten empfinde. Normalerweise fällt mir das Schreiben einer Hausarbeit nicht schwer und ich denke, die Arbeit an so einem Blog ähnelt der Vorgehensweise. Trotzdem muss ich sagen, dass mir der Lernerfolg  bewusst ist und mir die Community oft geholfen hat. Durch das Feedback und der ständige Austausch mit dem Vorgehen der anderen stand der Lernprozess im Fokus.

 

Die Arbeit in der Community unterstütze mich bei dieser Arbeit sehr, nicht nur durch das Feedback, sondern auch durch die Möglichkeit des Verlinkens auf die anderen Blogs. Also – vielen Dank an dieser Stelle …

Victoria

Isabell

Vanessa

Tanja

Susanne

Robert

Dank der vorangegangen theoretischen Überlegungen, eigener Entwicklung und der praktischen Anwendung am Fallbeispiel, konnte ich mir ein gutes Verständnis darüber beibringen, wie Philips digitale Kommunikationsprozesse umsetzt und nutzt und wie diese heutzutage dank des Web 2.0 entstehen.

Vergleich und Bewertung der Kanäle/ Ergebnisse

Nachdem ich in den letzten Beiträgen auf die Analyse der Social Media Kanäle Facebook, Twitter und YouTube bezüglich der externen Unternehmenskommunikation von Philips eingegangen bin, ist es in diesem Beitrag mein Ziel, einen Vergleich anzufertigen.

Dieser wird ebenfalls auf meine üblichen Kriterien eingehen und diese einander gegenüberstellen. Der Untersuchungszeitraum ist auch hier derselbe (April 2014- August 2014).

 

  Facebook Twitter YouTube
Zahlen und Fakten
Start des Kanals Februar 2008 September 2011 Juli 2009
Anzahl Follower 5.492.809 573 14
Formalitäten
Beitragsanzahl 30 218 9
Rhythmus Kein regelmäßiger Rhythmus, aber mind. 1xwöchentlich mehrmals täglich Sehr unregelmäßig, meist nur jährlich
Länge max. 3 Sätze max. 140 Zeichen Videolänge zwischen 00:41 und 3:34 Minuten
Inhalt
Themen allg. Themen rund um das Unternehmen, sowie tagesspezifische Themen vor allem Produktneuheiten, aber auch allg. Unternehmensinformationen produktspezifisch
Ziegruppen potentielle Kunden, sowie andere Multiplikatoren Journalisten, sowie andere Multiplikatoren (potenzielle) Kunden
Ansprache persönlich, direkt indirekt indirekt
Interaktivität hoch Eher einseitige Kommunikation gering
Multimedialität hoch mittel gering

Abb.1: Vergleich der Social Media Kanäle, Quelle: eigene Darstellung

Die Analyse der drei Social Media Kanäle ergibt, dass Philips auf allen vertreten ist und mehr oder weniger Präsenz zeigt, aber es dennoch einige Unterschiede zwischen ihnen gibt.

Wie fast zu erwarten war, ist Facebook der Dialog-Kanal mit der größten Reichweite. Um also so viele wie mögliche Nutzer zu erreichen, bietet es sich für Philips an, Beiträge im Facebook zu veröffentlichen. Auffällig ist bei dieser Reichweite und der Anzahl der Beiträge, dass Facebook die meisten Anhänger verbucht, allerdings nur 30 Beiträge veröffentlicht wurden, wohingehen der Twitter-Kanal 573 Follower aufweist und hier aber 218 Beiträge getweetet wurden.

Der Rhythmus der Beiträge verdeutlicht, dass YouTube sehr inaktiv genutzt wird, wohingegen Twitter mehrmals täglich mit Beiträgen befüllt wird und Facebook mindestens einmal wöchentlich. Das zeigt, dass Twitter einen konsequenteren Rhythmus verfolgt  als Facebook und YouTube wiederum gar keinen Rhythmus verfolgt.

Die Längen der Beiträge weisen meiner Meinung nach keine großen Unterschiede auf, da dies zum Teil die Plattformen selbst hergeben und auch prinzipiell zu sagen ist, dass Philips die Beiträge auf allein drei Netzwerken kurz und knapp hält.

Die Themen auf Facebook und Twitter überschneiden sich zum Teil. In beiden Plattformen werden die Posts für Produktinformationen und allgemeinen Informationen rund um das Unternehmen an sich genutzt. Auch der Youtube-Kanal wird hauptsächlich zu Produktinformationen genutzt, allerdings dienen hier die Videos eher zur Produktveranschaulichung und Tipps zur Anwendung. Gravierend unterscheiden sich die Themen allerdings nicht. Da die Zielgruppen allerdings verschieden sind, kann dazu gesagt werden, dass das Twitter-Profil zur Übermittlung von Informationen an Journalisten und Medien richtet, um so zu erreichen, dass die Medien über neueste Innovationen und Produkte von Philips aufgreifen. Auf den ersten Blick kann man allerdings sagen, dass Facebook eher Zusatzinformationen schaffen, die zunächst nicht im konkreten Zusammenhang zu Philips stehen. Auch wenn natürlich beide Kanäle auf die Platzierung des Angebots und die Gewinnerwirtschaftung ausgelegt sind, bestehen Facebookposts seltener aus offensichtlicher Werbung als Tweets auf Twitter. Wie bereits erwähnt, zielt Twitter dennoch der direkten Kommunikation zu Journalisten und anderen Mulitplikatoren ab und ist in eine einseitige Kommunikation ausgelegt. Alle Beiträge sind sowohl auf Facebook als auch auf Twitter sehr informativ und seriös ausgelegt, dabei versucht Philips stets unterhaltende Inhalte zu verbreiten.

Die Ansprache unterscheidet sich zwischen Facebook und Twitter/ YouTube. Auf Facebook fällt diese persönlich aus, wohingegen bei Twitter und YouTube eine direkte Ansprache vermieden wird.

Auffällig ist bei dieser Gegenüberstellung zudem, dass der Philips YouTube-Channel nicht ausführlich untersucht werden konnte. Die Videos sind zwar auch informativ und unterhaltend ausgelegt, allerdings durch die wenige Anzahl und die inaktive, ungepflegte Nutzung von seitens Philips schwer zu analysieren. Sie thematisieren interessante Inhalte für (potenzielle) Kunden und versuchen mal mehr, mal weniger einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen. Innerhalb der 5-jährlichen Nutzung des Kanals wurden nur neun Videos veröffentlicht, wobei dort dreimal ein Video zur Explanation von Philips Net TV hochgeladen wurden, der einzige Unterschied dabei, die drei verschiedenen Sprachen. Insgesamt bietet dieser Kanal nicht sonderlich viele Informationen, weder zum Unternehmen an sich, noch zu dem Produktportfolio. Wie ich bei der Analyse schon angesprochen habe, lässt die Interaktivität als auch die Multimedialität zu wünschen übrig. Es gibt lediglich ein Video, zu dem ein Kommentar abgegeben wurde.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Facebook und Twitter fast bestmöglich von Philips genutzt wird. Betrachtet man allerdings den Fakt, dass durch das Web 2.0 und dem damit einhergehenden sozialen Netzwerken der direkte Austausch zwischen dem Unternehmen und der Zielgruppe ermöglich wird, so muss ich feststellen, dass die externe Unternehmenskommunikation dahingehenden noch viele Chancen bietet.Philips könnte wertvolle Informationen zu Meinungen, Stimmungen oder auch eventuelle Reputations-Probleme durch die User in Erfahrung bringen und direkt darauf eingehen.

Sowohl auf Facebook, als auch auf Twitter sollte die eher einseitige Kommunikation in eine zweiseitige Kommunikation umgewandelt werden. Was die Chancen und Potentiale bzgl. YouTube betrifft, so bedarf das noch eine Menge Arbeit für Philips Deutschland. Alle drei Portale bieten unendliche Möglichkeiten die Botschaften den verschiedenen Zielgruppen zu übermitteln. Das setzt Philips meiner Meinung nach auf Facebook zum Großteil um, allerdings könnte man auf Twitter dahingehend noch einige Chancen umsetzen.

Wie ich in meinen ersten Beiträgen vermittelt habe, bieten Social Media Kanäle viele Vorteile. Dazu zählen der Beziehungsaufbau zu den entsprechenden Zielgruppen, die Image-/ Reputationspflege, Krisensituation einfacher bewältigen, potentielle Kunden zu erreichen, dem Kunde so nah zu sein, dass man direktes Feedback erhält und sofort reagieren kann und vor allem bieten die Kanäle die Möglichkeit herauszufinden, was die Zielgruppen über das Unternehmen denken. Daher ist die Relevanz der Arbeit im Social Web für die Unternehmenskommunikation unermesslich. Und mein Fazit dahingehend ist, dass sich für Philips daraus noch viele Chancen nutzen lassen. Die Beziehungen zu den Zielgruppen sollte stets und ständig weiter ausgebaut und gepflegt werden. Denn letztendlich soll die Unternehmenskommunikation nicht primär einen höheren Gewinn/ Umsatz verantworten, sondern die Beziehung zu den Multiplikatoren aufrecht halten.

Deshalb ist es meines Erachtens nach zweitrangig über neue Produkte zu tweeten, sondern sollte sich viel mehr auf die Beziehungspflege konzentriert werden.

Philips schafft mit dessen Social Media Arbeit einen professionellen, unterhaltenden und dennoch seriösen Auftritt. Dem User werden zahlreiche und wertvolle Informationen rund um Philips und dessen Produktportfolio geboten, ohne dass sich diese auffällig in den Vordergrund drängen. Allerdings fehlt mir ein reger Austausch mit der Zielgruppe und der Bezug zu älteren Beiträgen. Die kurzen, knappen Beiträge auf Twitter versuchen die Aufmerksamkeit der Journalisten zu wecken. Philips schafft es mit den unterhaltenden und informativen Beiträgen der Zielgruppe einen Mehrwert zu bieten , weiterhin ist die Multimedialität der Beiträge auf Facebook als äußerst positiv zu bewerten. Philips setzt bei den Beiträgen den Fokus darauf, die Zielgruppe mit Bildern, Videos, Streams und Links erreichen. Damit kann ich Bezug zu dem eigentlichen Thema- Digitale Kommunikation schaffen. Wie bereits in meinen Anfangs-Beiträgen erwähnt, bezeichnet digitale Kommunikation den Austausch von digitaler nachrichten über digitale Kommunikationskanäle. Der jeweilige Medientyp bestimmt dabei das Datenformat.(vgl. Meinel, Sack 2009) Das zeigt, dass Philips die Bilder, Videos, Links, also die Medientypen, über Social Media Kanäle (=Kommunikationskanäle) austauscht, also digitale Kommunikation betreibt. Doch bin ich der Meinung, dass hier genau der springende Punkt liegt. Externe Unternehmenskommunikation als auch digitale Kommunikation zielen auf den Austausch von Botschaften ab. Doch inwieweit findet denn bei den Social Media Auftritten von Philips ein Austausch statt?

Wie ich bereits verdeutlicht habe, geht Philips weder auf ältere Beiträge ein, noch findet ein reger Austausch zwischen dem Unternehmen und der Zielgruppe statt. Es handelt sich meiner Meinung nach nach wie vor um eine einseitige Kommunikation, aber ist das nicht falsch?

Blicken wir nochmal kurz zurück und reflektieren die Analysen. Die Kommunikation findet also immer durch Philips statt, in Form von Beiträgen, die mit Hilfe von Text, Bildern und Videos entstehen. Auffallend ist, dass diese Beiträge an die jeweiligen Portale angepasst sind. Allerdings haben wir ja dabei auch schon gelernt, dass Philips eben nicht alle Potenziale aus den jeweiligen Portalen schöpft. Somit kann die Zielgruppe gar nicht vollends angesprochen werden. Bei den Twitter- und Facebook-Auftritten ist ein einheitliches Corporate Design festzustellen, was allerdings der YouTube-Channel überhaupt nicht hergibt. Dieses Design spiegelt einen seriösen, vertrauten und fröhlichen Eindruck wider und stimmt mit der Mission des Unternehmens vollends überein. In den Facebook-Beiträgen spiegelt sich diese meiner Meinung nach genau so wieder. Die Twitter-Beiträge sind nicht so sehr aufbereitet und bieten nicht so viele Bilder und Videos. Auf Facebook kommen diese Inhalte allerdings sehr gut bei der Zielgruppe an und weisen eine starke Interaktivität auf. Schade, dass man dies dann nicht auch auf Twitter und YouTube so verfolgt. Und genau da, ist doch der springende Punkt. Jedes einzelne Portal bietet verschiedene Feedback-Möglichkeiten, sei es in Form des Likens, Kommentierens oder auch Teilens. Genau da findet dieser Austausch statt. Bei keinem anderen Kommunikationskanal habe ich diese Feedback-Möglichkeiten. Und spiele ich diesen Gedanken weiter, so kommt es zu einem weiteren Austausch. Sobald ich bei den drei Portalen auf liken, folgen oder abbonieren drücken, ziehe ich mir doch die Informationen an. Ich bin interessiert daran, noch mehr über das Unternehmen zu erfahren, also findet doch dann genau so ein Austausch statt. Mir gefallen die Beiträge bisher so gut, dass ich gern noch mehr davon und vor allem regelmäßig lesen möchte.

Auf Grund dessen kann ich also sagen, dass sehr wohl ein Austausch stattfindet und daher Philips mit dem Veröffentlichen der Beiträge einen digitale Kommunikation über das Social Web durchführt. Doch nun nochmal zusammenfassend zu den Ergebnissen meiner Analyse. Prinzipiell kann ich sagen, dass Philips den Umgang mit sozialen Medien verstanden hat und versucht darüber extern zu kommunizieren.  Es ist definitiv der richtige Weg über soziale Netzwerke zu kommunizieren. Allerdings sollten hier noch weitere Chancen und Potenziale genutzt werden. Die perfekte Social Media Arbeit und der perfekte Umgang mit digitalen Medien ist Philips bisher noch nicht gelungen.

 

Chancen

  • Alleinstellungsmerkmal weiter ausbauen
  • Begeisterung für die innovativen Philips Produkte
  • Aufbau der Beziehungen zu wesentlichen Multiplikatoren
  • Langfristige Kundenbindung durch zielgruppenrelevante Informationen über die Marke und deren Produkte hinaus
  • Imageausbau
  • Erweiterung der Kundendialogs
  • Potentiale ausschöpfen

Risiken

  • Gefahr von Shitstormauslösern
  • Misstrauen
  • Informationsoverload

Abschließend kann ich also sagen, dass der Kommunikationsprozess von Philips im Social Web befriedigend abläuft. Es werden nicht wahllos Beiträge veröffentlicht und die User mit unnützen Informationen überschüttet. Ich möchte deren Auftritte ganz und gar nicht schlecht reden oder zu Unrecht kritisieren, es gibt bei weitem negativere Beispiele. Allerdings bin ich der Meinung, dass der YouTube-Channel definitiv aktiviert und gepflegt werden muss und prinzipiell die Zielgruppen mehr an das Unternehmen gebunden werden müssen.

 

 

Quellen:

Meinel, C., & Sack, H. (2009). Digitale Kommunikation: Vernetzen, Multimedia, Sicherheit. Heidelberg: Springer Verlag

Analyse des Social Media Kanals YouTube

Hallo liebe Leser,

nun habe ich mich bereits mit der Analyse zu dem Facebook- und dem Twitter-Auftritt von Philips beschäftigt. Heute möchte ich mich dem Internetvideoportal YouTube widmen. Wie in einem vorhergehenden Beitrag bereits kurz erklärt, wurde YouTube 15. Februar 2005 von Jawed Karim, Chad Hurley und Steve Chen gegründet und ist das beliebteste Videoporal weltweit. Pro Minute werden hier 100 Stunden Videomaterial hochgeladen und das Portal verbucht mehr als eine Milliarde Nutzer pro Monat. (vgl. YouTube 2011)

Das bedeutet, dass in 30 Tagen mehr Material auf YouTube entsteht, als in den letzten 30 Jahren der drei größten amerikanischen TV-Gesellschaften NBC, CBS und ABC entstanden. (vgl. Graap, 2014) Ähnlich wie bei Facebook, kann man Videos liken, teilen und kommentieren, was wiederrum den Austausch untereinander fördern soll. Laut Susanne´s Blogeintrag zur Analyse der YouTube-Kanals von DaWanda, eignen sich die eingebetteten Videos auf anderen Social Media Kanälen besonders gut zur Suchmaschinenoptimierung und „erhöht die Ausnutzung viraler Effekte“ (vgl. Schwarz, 2014).

Damit wollte ich erst einmal die Wichtigkeit dieses Social Media Kanals festhalten und das damit einhergehende Potenzial für Unternehmen aufweisen. Wie Philips dieses Potenzial für sich nutzt, möchte ich nun näher beschreiben.

 

Wissenswertes, Zahlen und Fakten

  • Philips: Dieser Kanal ist ein englischsprachiger Kanal von Philips International. Hauptsächlich findet man hier Videos zu Produktneuheiten, Werbespots, Videos zur Anwendung bestimmter Produkte und auch einzelne Videos über das Unternehmen an sich, wie beispielsweise die englische Variante des Videos aus meinem Beitrag Der Technologiekonzern Philips.  Falls Euch zum Vergleich diese Variante interessiert, hier:

  • PhilipsLighting: Das ist der Kanal des Unternehmensbereichs Lighting. Hier findet man Videos zu den neusten Licht-Innovationen und Produkten, sowie Videos zur Anwendungen der Philips-Licht-Produkte.
  • PhilipsHealthcare: Dieser Kanal handelt ausschließlich von dem Health Care Unternehmensbereich. Hier werden Videos zu den HealthCare Innovationen und Produkten, sowie Videos über Gesundheit und den menschlichen Körper allgemein veröffentlicht.
  • PhilipsDesign: PhilipsDesign ist die internationale, interne Design-Gruppe bei Philips, verantwortlich für die gesamte Design-Arbeit innerhalb des Unternehmens. Auf diesem Kanal findet man Videos zu bestimmten Designs von ausgewählten Produkten, sowie Videos von Mitarbeitern zur Erklärung bestimmter Designs.
  • PhilipsDeutschland: Hier findet man Videos zu bestimmten Produkten, Videos mit Erklärungen zu bestimmten Produkten und andere Videos zu allgemeinen Bekanntmachungen des Unternehmens.

Da ich auch hier nicht alle vier Kanäle untersuchen kann, werde ich mich auf einen fokussieren, und zwar den PhilipsDeutschland YouTube-Channel. Im Gegensatz zu der Facebook- und Twitter- Analyse werde ich hier keinen konkreten Untersuchungszeitraum festlegen. Da ich bereits jetzt schon gemerkt habe, dass dieser Kanal nicht aktiv und nicht intensiv genutzt wird und daher nicht viele Videos zur Verfügung stehen. Die Videos sind zwischen einem und fünf Jahren alt und daher analysiere ich nicht nur im Zeitraum von April bis August, sondern den Channel insgesamt.

Der Philips Deutschland Kanal hat 14 Abonnenten und wurde insgesamt 21.937mal aufgerufen (vgl. YouTue 2014, Stand: 10.08.2014, 15:26 Uhr). Der Beitritt geschah am 16.07.2009 und ist somit nur ein Jahr jünger als der Facebook- Auftritt von Philips International. Allerdings ist es mir ein großes Rätsel, warum Philips dort erst 14 Abonnenten verbucht. Im Vergleich zu dem Philips International YouTube- Channel (22.665 Abonnenten und 45.549.908 Aufrufe) hat dieser Kanal noch sehr hohes Potenzial hinsichtlich der Nutzung (vgl. YouTube, 2014, Stand: 10.08.2014). Ich finde diese Zahlen sehr verwunderlich und verstehe nicht, warum es diesbezüglich so große Unterschiede gibt.

YouTube_Channel

Abb.1: YouTube-Channel Philips Deutschland, Quelle: YouTube, 2014

Formales

Die Aufmachung der Startseite ist sehr dürftig. Man findet hier kein Philips-Logo und auch kein Hauch von dem üblichen Corporate Design.

YouTube_Channel_Philips INT

Abb.2: YouTube-Channel Philips International, Quelle: YouTube, 2014

Das in Abbildung 2 dargestellten Screenshot zeigt die Startseite des Philips International Kanales. Ich finde, es ist ein beachtlicher Unterschied festzustellen. Diese Startseite beinhaltet neben dem Philips Logo und dem Titelbild, welche der Corporate Identity angehören und bisher auf jedem Social Media Kanal anzutreffen war, das Video zu 100 years Philips Research. Diese Startseite ist bei weitem ansprechender als die des Philips Deutschland Kanals. Wenn nicht links oben im Bild der Abbildung 1 der Link zur Philips- Webseite bereit stünde, könnte man vermuten, dass dieser Kanal gar nicht durch Philips Deutschland betrieben würde.

Insgesamt sind auf diesem Kanal neun Videos zu finden, die in keine Kategorien bzw. Themen untergliedert sind. Sechs von diesen wurden vor fünf Jahren hochgeladen, die anderen drei vor vier, drei und einem Jahr. Wobei hierzu auch noch wesentlich zu erwähnen ist, dass drei von den neun Videos Informationen zu Philips Net TV beinhalten, eins davon für den Gebrauch in Deutschland, eins für Österreich und eins für Frankreich/ Schweiz. Dabei handelt es sich allerdings um haargenau dasselbe Video. Dazu aber später mehr. Die Videos haben alle eine Länge zwischen 00:41 und 3:34 Minuten.

Inhalt

Da es sich, wie bereits erwähnt, um ausschließlich neun Videos handelt, werde ich hier jetzt eine genaue Gegenüberstellung durchführen:

Unbenannt

Quelle: Eigene Darstellung (Hinweis: nur sechs dargestellte Videos, da Überschneidungen in Inhalt)

Interpretation

Die Tabelle spricht meiner Meinung nach für sich. Es ist klar erkennbar, dass die Themenvielfalt eher eingeschränkt ist, was zum einen der geringen Anzahl der Videos zuschulden ist und kommt zum anderen daher, dass der Kanal nicht gepflegt wird und Philips hier richtig inaktiv ist. Die Ansprache der User ist wie die des Twitter-Kanals, indirekt. Die Nutzer werden also gar nicht direkt mit „Du“ oder „Sie“ angesprochen. In diesem Zusammenhang ist noch hinzuzufügen, dass der User weder in den Videos noch in den Videotiteln angesprochen wird, diese beinhalten ebenfalls eine indirekte Ansprache. Die Aktualität des Blogs ist äußerst gering, da das letzte Video vor über einem Jahr hochgeladen wurde. Das einzige, was man positiv bewerten kann, sind die Videos, die der Beschreibung von Produkten dienen bzw. Tipps zur Anwendung geben. Diese stellen eine Art Mehrwert für den Nutzer dar. Wenn man allerdings dabei die Videovielfalt und demnach auch die Produktvielfalt beachtet, kann man das wiederum auch nicht als zu positiv verbuchen.

Eine Interaktion ist insoweit gegeben, dass YouTube prinzipiell die Kommentarfunktion ermöglicht. Doch bei keinem dieser neun Videos ist auch nur ein einziges Kommentar abgegeben wurden und dieses verbucht auch keinerlei Reaktion von Philips, was wiederrum darauf deutet, dass dieser Kanal sehr inaktiv betrieben wird.Die Aufrufe der Videos belaufen sich zwischen 56 und 7.998 Aufrufen. Daher bewerte ich die Interaktion als nicht sehr hoch. Zur Intermedialität ist nur zu sagen, dass Verlinkungen zur Webseite vorhanden sind, andere Verlinkungen sind nicht angegeben. Auf der Startseite ist eine Verlinkung zur Philips-Webseite angegeben, andere Verlinkungen gibt es auch dort nicht. YouTube bietet allerdings mehrere Reiter an, wie Start, Videos, Playlist, Kanäle, Diskussionen, Kanalinfo und Suche. Auf dem Kanalinfo-Reiter findet man lediglich die Verlinkung zur Webseite, und keine weiteren Informationen zum Kanal selbst oder auch Verlinkungen zu anderen Philips- Kanälen. Daher bewerte ich auch dies als mangelhaft.

Letztendlich bleibt zu sagen, dass dieser Kanal wesentlich mehr Potenzial bietet, als dies Philips realisiert. Der Kanal wird gar nicht mehr gepflegt und absolut inaktiv betrieben. Meiner Meinung nach kann sich Philips mit den 14 Abonnenten noch sehr glücklich schätzen und ich empfehle dringend, diesen Kanal wieder ins Rollen zu bringen und effektiv zu nutzen. Im Vergleich zu Philips International sollte sich Philips Deutschland ein großes Beispiel nehmen, schließlich wird dieser dort aktiv betrieben und sogar mehrmals täglich mit neuen Videos bestückt. Dieser Kanal erscheint nicht nur in einem völlig anderen Design, passend zum Corporate Design, sondern bietet wesentlich mehr Videos, wesentlich mehr Informationen und durchaus mehr Interaktivität.

Zwar ist der YouTube-Channel in die Webseite eingebunden, aber sonst findet man keinerlei Verlinkungen auf anderen Plattform, was zwar als negativ zu bewerten ist, allerdings in der Form wie er derzeit gepflegt wird, auch nicht auf anderen Plattformen erscheinen sollte. Diese Videos werden auch weder auf Facebook, noch auf Twitter, noch auf der Webseite eingebunden. Wie ich bereits in anderen Beiträgen herausgefunden habe, werden YouTube-Videos eingebunden, allerdings nicht aus diesem Kanal.

Solltet ihr weiteres Interesse am Thema YouTube oder insbesondere an Fankommunikation auf dieser Plattform haben, könnt ihr gern auf dem Blog meiner Kommilitonin Sabrina vorbeischauen, die beschäftigt sich dort mit dem Thema Traumberuf YouTuber- durch digitale Fankommunikation zum Erfolg. Am Beispiel der YouTuberin „Funnypilgrim“. Außerdem kann ich euch auch nur Robert´s Blog empfehlen, zum Thema Fankommunikation- Up, Down, To The Side, Welcome To The Lionpride!

 

Quellen:

Graap, A. (2014). Phänomen Youtube: Irre Fakten über das Video-Portal. Abgerufen 10.08.2014 vonhttp://www.focus.de/digital/gastkolumnen/milliarden-stunden-videomaterial-phaenomen-youtube-irre-fakten-ueber-das-video-portal_id_3522245.html

Schwarz,S. (2014). Mit Liebe gemacht. Youtube#loves#DaWanda. Abgerufen am: 31.08.2014. http://externekommunikationdawanda.wordpress.com/2014/08/24/youtubelovesdawanda/

YouTube (2011). Statistiken. Abgerufen: 30.07.2014: https://www.youtube.com/yt/press/de/statistics.html

YouTube (2014). Philips Deutschland. Abgerufen: 10.08.2014: https://www.youtube.com/user/PhilipsDeutschland/feed

YouTube (2014). Philips. Abgerufen: 10.08.2014: https://www.youtube.com/user/Philips/featured

Analyse des Social Media Kanals Twitter

Guten Morgen liebe Leser,

 

Nachdem ich die Facebook-Seite nun näher unter die Augen genommen habe, komme ich heute zu dem zweiten Social Media Auftritt von Philips, Twitter.

Wissenswertes, Zahlen & Fakten

Twitter hat sich tatsächlich auch als Mittel des Reputation Management erwiesen, aber es ist auch ein Tool, das Menschen in aller Welt zu persönlichen und wirtschaftlichen Zwecken näher zusammenbringt.” (Weinberg, 2011)

Wie ich bereits in meinem kleinen Überblick zu den fünf verschiedenen Social Media Kanälen von Philips beschrieben habe, ist Twitter eine digitale Echtzeit-Anwendung zum Microblogging, der Verbreitung telegrammartiger Kurznachrichten, die nicht mehr aus als 140 Zeichen besteht. Im März 2006 ging Twitter unter dem Namen „twttr“ online. Dabei sollte dieses Portal anfangs nur genutzt werden, um Freunden mitzuteilen, was man gerade macht oder wo man sich gerade aufhält. Allerdings bestehen noch weitere Möglichkeiten in der Nutzung dieses Netzwerkes für die Follower (zu deutsch: Anhänger). Das Äußern von Gedanken und Gefühlen ruft Nähe und Intimität hervor- Twitter verbindet die Nutzer also zu einer Gemeinschaft. (vgl. Weinberg, 2011)

Die Gemeinschaft und die Möglichkeit mit Kollegen aus der Branche in Kontakt zu treten, bietet auch einen Mehrwert für die Unternehmen. Ähnlich wie auf Facebook kann man in den direkten Kontakt zu den Kunden treten, unmittelbares Feedback erhalten und darauf wiederum schnell zu reagieren. (vgl. ebd.)

Mit Hilfe der offiziellen Webseite von Philips konnte ich schnell zu dem Twitter- Account gelangen. Anders als auf Facebook ist auf der Webseite nur ein Twitter-Account verlinkt. Als ich aber direkt bei Twitter suchte, konnte ich wieder mehrere Accounts finden.

  • @Philips: Der offizielle Twitter-Kanal von Philips (international). Dort findet man, ähnlich wie auf Facebook, alle Informationen rund um das Unternehmen.
  • @PhilipsCare: Dieser Kanal hat sich seit 2011 als Echtzeit-Kundenservice etabliert. Dort ermöglicht es Philips alle Fragen rund um Philips Produkte zu klären und direkt mit dem Philips-Care-Team in Verbindung zu treten. Dieser Account ist ebenfalls auf Englisch.
  • @PhilipsPRESSE: Das ist der offizielle deutsch-sprachige Twitter-Account für Journalisten. Er hat das Ziel Journalisten und andere Multiplikatoren mit Informationen rund um Philips zu versorgen. (vgl. Philips, 2014)

Wie auch schon bei den Facebook-Accounts ist es mir in dieser Arbeit nicht möglich alle Twitter-Seiten zu analysieren. Für einen direkten Vergleich wäre es auch sicher, sinnvoller den offiziellen Philips-Account zu untersuchen, da ich im Facebook ebenfalls die offzielle/ englischsprachige Seite betrachtet habe. Allerdings steht Philips Deutschland im Fokus meiner Betrachtung und da es auf Facebook keine entsprechende Seite dazu gab, sondern nur die Seiten zu den einzelnen Sparten, entschied ich mich dort für die offizielle Seite. Da ich aber nun auf Twitter die Möglichkeit habe, eine offzielle Presse-Seite zu analysieren, die sich mit Philips Deutschland auseinandersetzt, werde ich diese analysieren.

Bereits seit September 2011 ist der @PhilipsPresse -Auftritt auf Twitter online. Der erste Tweet ist ein Beitrag über einen Auftritt des CEO´s Frans van Houten. Twitter kann einige statistische Zahlen einsehen. Seit September 2011 hat PhilipsPresse bisher 1.506 mal getwittert und dabei 223mal Fotos/ Videos verwendet. Philips folgt dort 664 verschiedenen anderen Seiten und verzeichnet 573 Follower (Stand: 6.08.2014, 9:26 Uhr). Bei Twitter Counter können noch weitere interessante Daten zu PhilipsPresse angesehen werden. So kann man zum Beispiel die Tweetanzahl sowie die Anzahl der Follower in einem bestimmten Monat einsehen. Und, was ich richtig verblüffend finde, man kann sich Prognosen für die nächsten 30 Tage anzeigen lassen.

Ich muss hier einmal kurz nebenbei erwähnen, dass ich zwar schon seit knapp zwei Jahren einen eigenen Twitter-Account besitze, den aber wirklich noch nie genutzt habe, ich habe noch nicht ein eigenen Tweet gezwitschert, noch kenne ich mich sonst mit Twitter aus. Aber wie unser Dozent uns so schön mit auf den Weg gab, ist dieses Seminar und insbesondere dieser Blog dazu da, einen eigenen Lernprozess darzustellen und deshalb werde ich mich jetzt auch mit Twitter mehr auseinander setzen müssen und ich muss sagen, so unübersichtlich wie Twitter, meiner Meinung nach, wirkt, ist es eigentlich gar nicht.

Aber nun weiter zu dem Philips-Auftritt…

Twitter-Account

 

Abb.1: Twitter-Account PhilipsPRESSE, Quelle: Twitter, 2014, aktualisierter Stand: 31.08.2014)

Auffällig ist bei dem Twitter-Auftritt, dass sich sowohl Profilbild als auch das Titelbild mit denen des Facebook-Auftrittes übereinstimmen. Man trifft auf der Startseite auf keine Werbung, sondern lediglich kurze, knappe Informationen zu Philips. Es wird auf das Philips Newscenter verlinkt, auf welchem man alle veröffentlichten Pressemitteilungen des Unternehmens verfolgen kann. Schade finde ich hierbei allerdings, dass keine Kontaktdaten zu der Pressestelle von Philips angegeben sind, denn schließlich ist diese Twitter-Seite direkt für Journalisten und andere Multiplikatoren angelegt, daher bietet es sich meiner Meinung nach auch an, diese dort mit anzugeben für eventuelle Rückfragen o.ä.. Sonst ist das Corporate Design auch hier erkennbar. Das Philips Logo als Profilbild, wie auch bei Facebook und auch die Schrift ist dem „Philips-blau“ angepasst. Auf den ersten Blick macht der Twitter-Auftritt einen seriösen und gut gepflegten Eindruck, doch wie die Inhalte konkret aussehen, soll nun die nachfolgende Analyse zeigen.

 

Formales

Wie auch schon bei dem Faceboot-Auftritt beschränke ich mich auch auf Twitter ebenfalls auf den Zeitraum April 2014- August 2014. Im Gegensatz zu Facebook veröffentlicht die Pressestelle weitaus mehr Beiträge bei Twitter, als es Philips (international) bei ihrem Facebook-Auftritt tut.  Mehrmals täglich werden hier Beiträge veröffentlicht, insgesamt zähle ich 218 Tweets. Allerdings wird auch an manchen Tagen gar kein Tweet veröffentlicht, aber dafür an anderen bis 4. Allerdings gibt es nie eine längere Pause und es wird deutlich, dass die Pressestelle sehr aktiv ist. Wie bereits angedeutet beschränkt sich ein Tweet auf 140 Zeichen und daher sind die Beiträge, anders als bei Facebook, von der Länge eingeschränkt.

 

Inhalt

Zu den Themen ist folgendes zu sagen, anders als bei Fcaebook, wird hier zu den einzelnen Sparten (Lighting, Health Care, Consumer Lifestyle) gepostet, vor allem zu Produktneuheiten. Ähnlich zu Facebook wird allerdings auch zu allgemeinen Unternehmensinformationen getwittert.

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Abb.2: 75 Jahre Philips- Tweet, Quelle: Twitter 2014

 

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Abb.3: Re- Tweet buisness highlights, Quelle: Twitter 2014

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Abb.4: Sylt & Philips starten Beleuchtungs-Initiative, Quelle: Twitter 2014

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Abb.5: Standmixer, Quelle: Twitter 2014

Diese vier Abbildungen sollen die Themen-Vielfalt der Tweets verdeutlichen. So wird beispielsweise über allgemeine Philips- News gezwitschert, allerdings werden auch Re-Tweets veröffentlicht, wie dies Abbildung drei zeigt. Weiterhin werden beispielsweise Beiträge über neue Kooperationen veröffentlicht, aber auch Produktneuheiten vorgestellt. Das unterscheidet den Twitter- Auftritt von der Facebook- Seite. Dort fand man nur vereinzelte Produktbeiträge und keine Beiträge zu neuen Kooperationen. Es werden so gut wie alle Projekte vorgestellt, auf alle Produktneuheiten eingegangen, sowie Tipps zu den Produkten gegeben. Auffällig sind zu dem die für Twitter typischen #Hashtags und Verlinkungen zu anderen Philips-seiten, diese werden von Philips sehr häufig in den Tweets verwendet.

Die Zielgruppe unterscheidet sich natürlich von der aus Facebook. Da es sich um eine Presse-Seite handelt, beläuft sich die Zielgruppe natürlich auf Journalisten und andere Mulitplikatoren. Wobei ich nicht ausschließen würde, dass ebenfalls potenzielle Kunden angesprochen werden, allerdings stehen Journalisten und Medien hier im Fokus.

Anders als zu Facebook verwendet die Presseabteilung bei den Veröffentlichungen eine indirekte Ansprache. Es gibt kein Tweet, der eine „Sie“- oder „Du“- Anrede enthält.

Kommentare oder Antworten von Followern sind ausschließlich bei den Re-Tweets vorhanden, bei den veröffentlichten Tweets gibt es keine. Das bedeutet natürlich, dass Philips kein Feedback oder Reaktionen von den Followern bekommt. Daher lässt sich sagen, dass es sich bei dem Twitter-Account ausschließlich um eine einseitige Kommunikation handelt.

Zur Multimedialität ist zu sagen, dass zwar Videos und Bilder veröffentlicht werden, allerdings im Vergleich zu Facebook sehr wenige. Viele Tweets bestehen ausschließlich aus Text und einer Verlinkung zu entsprechenden Pressemitteilung. Das finde ich persönlich sehr schade, da ein Beitrag mit Foto oder Video viel ansprechender wirkt und immer einen kurzen Blickfang darstellt.

 

 

Interpretation

Ich muss sagen, dass ich ich sehr zufrieden mit dem Twitter- Auftritt bin. Nicht nur, dass dieser vielfältige Themen widerspiegelt und sehr aktiv gepflegt wird, sondern ich finde die Tweets knackig auf den Punkt gebracht. Twitter wird gewissenhaft und zielgruppenorientiert genutzt und man kann feststellen, dass Twitter hinsichtlich der externen Unternehmenskommunikation vollkommen richtig ausgeschöpft wird. Twitter als ein sehr mobiles und schnelllebiges Netzwerk muss auch als solches genutzt werden. Durch die aktiven Veröffentlichungen ist das auf jeden Fall auf der Philips-Seite gegeben. Allerdings finde ich es sehr schade, dass keinerlei Interaktion stattfindet. Die User nutzen weder die Möglichkeit des Kommentierens oder Antwortens und das könnte darauf hindeuten, dass diese wenig interessiert an den Posts sind. Auffällig ist weiterhin, dass Philips keinen Tweet mehrfach veröffentlicht. Anfangs war ich durch die Menge der Beiträge etwas verunsichert, ob es nicht einfach daran liegt, dass Inhalte doppelt oder mehrfach gepostet werden, das ist allerdings gar nicht der Fall. Weiterhin finde ich es gut, dass Philips „nur“ 664 Usern folgt, denn so entsteht nicht der Eindruck, dass das Unternehmen versucht, die Präsenz künstlich zu steigern. Weiterhin wird deutlich, dass Philips darauf aus ist, reelle Beziehungen zu pflegen und Twitter nicht nur nutzt, um Eigen-Werbung durchzuführen. Man kann nicht behaupten, dass die Inhalte der Tweets sich nicht jedes Mal um das Unternehmen oder Produkte drehen. Allerdings muss man dabei beachten, dasss es sich um eine Presse-Seite handelt, die Neuigkeiten und interessante Themen aufgreifen muss, um die Journalisten anzusprechen. Daher macht es meiner Meinung nach wenig Sinn, hier alltägliche oder beispielsweise politische Themen aufzugreifen.

Alles in allem muss ich sagen, dass der Twitter-Kanal optimal ausgenutzt wird.

 

Quellen:

Philips (2014). Philips Webseite. Abgerufen am 06.08.2014 von http://www.philips.de/.

Twitter (2014). PhilipsPRESSE. Abgerufen am 06.08.2014 von https://twitter.com/PhilipsPRESSE.

Twitter Counter (2014). PhilipsPRESSE Statistics. Abgerufen 06.08.2014 von http://twittercounter.com/compare/PhilipsPRESSE.

Weinberg, T. (2011). Social Media Marketing. Strategien für Twitter, Facebook & Co. Köln: O’Reilly Verlag GmbH.

 

Analyse des Social Media Kanals- Facebook

Da nun endlich die Analyse beginnt, möchte ich mich als allererstes mit dem Facebook-Auftritt von Philips beschäftigen. Warum ich mich für den Kanal Facebook entschieden habe, ist der einfache Grund, dass die Nutzerzahlen stetig steigen und Facebook bei meiner Gegenüberstellung  mit den höchsten Nutzerzahlen hervorgeht. Bei dieser Analyse gehe ich anhand meines Schemas, welches ich im letzten Beitrag veröffentlichte, vor. Fokus liegt dabei auf den Unternehmenspost und wie sich Philips im Social Web „schägt“.

 

Philips auf Facebook- Wissenswertes, Daten & Fakten

Bei meinen Recherchen ergab sich relativ schnell, dass Philips nicht nur einmal auf Facebook vertreten ist.

Philips auf Facebook

Abb.1: Philips auf Facebook, Quelle: Philips, 2014

  • Philips AVENT: Auf dieser Seite werden alle Neuheiten der Philips AVENT Produkte vorgestellt, (Philips AVENT ist die Sparte der Baby- und Kinderartikel). Eltern, sowie werdende Eltern können sich hier untereinander austauschen und alle Informationen rund um die AVENT Sparte finden. (Philips, 2014)
  • Schön mit Philips: Hier werden Beiträge rund um die Philips Beauty Produkte veröffentlicht, die Nutzer bekommen neben den Produktvorstellungen Styling-Tipps und viele weitere Informationen rund um das Thema Schönheit. (Philips, 2014)
  • Lebe deinen Style: Leider kann diese Facebook-Seite nicht geladen werden.
  • Saeco: Diese Facebook-Seite bietet sämtliche Informationen rund um das Thema Kaffee, insbesondere um die Saeco- Espresso-Kaffeemaschinen, (Philips, 2014)
  • Philips Sound: Hier werden Beiträge rund um das Thema Musik veröffentlicht, alle Informationen zu den neusten Produkten aus der Sparte Sound und für alle Musik-Liebhaber gibt es auch sonst nette Beiträge über neuste Lieder und dergleichen. (vgl. ebd.)
  • Philips TV: Auf dieser Facebook- Seite gibt es die neusten Informationen und Neuigkeiten der Philips TV Sparte. Es werden nicht nur die neusten Produkte vorgestellt, sondern vor allem Tipps und Ratschläge gegeben, was man alles aus einem Philips Fernseher herausholen kann. (vgl. ebd.)
  • Philips Wohlfühlen mit Licht: Dieser Facebook- Auftritt gibt ebenfalls Auskunft über die neusten Licht Produkte, allerdings werden hier auch Beiträge veröffentlicht, die Tipps und Tricks zum Thema Licht geben, wie man z.B. für einen romantischen Abend unter Sternenhimmel.

Ich kann im Rahmen dieses Seminars leider nicht alle Auftritte untersuchen- und bezüglich meines Themas ist dies auch überhaupt nicht erforderlich. Es wäre zwar auf jeden Fall echt interessant, wie die einzelnen Sparten ihre Social Media Präsenz pflegen, allerdings sprenge das wirklich meinen Rahmen. Leider gibt es keine Philips Deutschland Seite, lediglich einen Philips Webcare Deutschland Facebook-Auftritt, der allerdings überhaupt nicht betreut wird. Seit der Veröffentlichung ist auf dieser Seite rein gar nichts passiert. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, die Philips Seite zu untersuchen. Dieser Auftritt ist in englisch und wird meines Erachtens nach auch nicht von den Mitarbeitern aus Deutschland gepflegt, sondern von den Mitarbeitern aus Amsterdam. Im Mittelpunkt dieser Seite steht der Kunde mit seinen Anregungen, Feedback und Ideen:

„At Philips, we want to improve the quality of people’s lives through meaningful innovation. Hearing from our customers is key to this mission and on Facebook we welcome your insights, feedback and ideas. In the spirit of this community, we will moderate and/or remove any comments that are off-topic, contain offensive language, duplicate an existing comment, contain promotional messages (spam), or represent a deliberate disruption of community discussion (also known as trolling). […]“ (Facebook, 2014)

Zu diesem Vermerk wird außerdem auf die Philips House Rules verlinkt, welche die Schlüsselprinzipien des Verhaltens der Nutzer auf den Philips Social Media Seiten festhält. Darin wird inständig darum gebeten, keine beleidigenden Äußerungen, Spam und auch keine fremden Inhalte hochzuladen bzw. äußern. Philips schätzt jede Meinung, allerdings wird betont, dass jedes Kommentar/ Material entfernt wird, welches unangemessen oder anstoßend wirkt. (vgl. Philips, 2014)

Am 12. Februar 2008 ging die Facebook-Seite von Philips online. Leider kann ich keine weiteren Hintergründe zum Facebook-Beitritt preisgeben, weil ich einfach nicht fündig werde. So kann ich jetzt leider keine wissenswerten Hintergründe bekannt geben oder auch Beweggründe zum Beitritt. Allerdings wird aus dem Statement (siehe oben) deutlich, dass Philips an einem Dialog mit den Kunden beabsichtigt.  Der Dialog zum Kunden ist essentiell und unabdingbar. Wie bereits in einigen Beiträgen zuvor schon erwähnt, ist es heutzutage unvorstellbar nicht mit dem Kunden direkt zu kommunizieren und wo geht dies Dank des Social Web einfacher als dort?!

Die Philips Facebook- Seite erreicht 5.492.809 „Gefällt mir“- Angaben und rund 84.000 Personen sprechen darüber (vgl. Facebook, 2014, Stand: 2.08.2014, 15:05Uhr).

 

Facebook_Philips

(Abb.2: Facebook-Seite Philips, Quelle: Facebook, 2014)

Die Startseite bietet neben der Chronik noch andere Tabs für die Nutzer, diese möchte ich nun kurz etwas vorstellen.

Auf der Informationsseite findet man, wie üblich, die wichtigsten Informationen zum Unternehmen, inklusive der Aufgabe und der Beschreibung. Es werden allgemeine Informationen angegeben, wie das Gründungsjahr oder auch eine kurze Beschreibung zu den Produktsparten. Weiterhin findet man unter Kontaktinformation den Link zur offiziellen Webseite und unter Lebensereignisse nochmal das Gründungsjahr.

Philips_INformationen

Abb.3: Informations-Tab, Quelle: Facebook, 2014)

 

Unter Fotos können, wie auch auf allen anderen Profilen, alle Fotos angesehen werden, die hochgeladen wurden. Weiterhin können unter Instagram und Pinterest alle Beiträge eingesehen werden, die dort veröffentlicht wurden. Diese Option kannte ich so noch gar nicht, finde ich allerdings wirklich sehr praktisch. Neben dem Tab Gefällt mir-Angaben können zwei weitere durchaus interessante Tabs genutzt werden. Zum einen das Write a review!-Tab, hier besteht die Möglichkeit eigene Reviews (=Kritiken) zu sämtlichen Produkten zu hinterlassen. Man kann explizit in einem Suchfeld nach einem bestimmten Produkt suchen, aber auch verschiedene Produktkategorien auswählen und das Produkt suchen und bewerten, was einem besonders ge- oder missfällt.

Write a review!

Abb.4: Write a review!, Quelle: Facebook, 2014)

Neben diesem interessanten und durchaus nützlichen Tab gibt es einen Philips Gift of Innovation- Bereich, allerdings scheint dieser technisch etwas ungereift. Denn die letzten Tage habe ich es immer und immer wieder versucht, diesen zu öffnen, leider ohne Erfolg. Schade, ich denke, dass das ebenfalls ein guter Wiedererkennungswert ist und definitiv ein Grund, die Seite wiederholt zu besuchen.

Nachdem ihr nun einen Überblick über den Social Media-Kanal Facebook bekommen habt, werde ich nun die Analyse und anschließend die Interpretation beginnen. Damit möchte ich Aufschluss darüber geben, wie Philips die externe Unternehmenskommunikation mittels Facebook realisieren möchte und ob es gelingt.

 

Formalitäten/ Inhalt

Bevor ich nun beginne, meine Analyse durchzuführen und alle Beiträge auf der Facebook-Seite zähle, ist mir so eben aufgefallen, dass es nahezu unmöglich ist alle Beiträge von 2008 zu analysieren, deshalb habe ich mich entschieden, den Zeitraum auf genau den Zeitraum zu legen, in welchem ich diesen Blog betreibe, also von April 2014 bis August 2014. Diesen Zeitraum wähle ich selbstverständlich nicht nur für Facebook, sondern für alle drei Social Media Kanäle.

In diesem Zeitraum konnte ich nun genau 30 Beiträge zählen, der erste am 7.April 2014 und der letzte heute, den 5. August 2014. Festzustellen ist dabei, dass es kein regelmäßigen Rhythmus beim Veröffentlichen der Posts gibt. Diese werden immer unterschiedlich hochgeladen, mal aller zwei Tage, mal aller fünf  Tage und dann auch mal nur einer wöchentlich. Allerdings fällt mir bei meinem ersten Blick auf die Beiträge auf, dass Philips sehr bemüht darum ist, die Post anschaulich und interessant zu gestalten. Die Beiträge sind alle nicht länger als 3 Sätze und alle mulitmedial aufbereitet, das heißt mit Links, Bildern oder Videos bestückt. Ich hab in diesem Zeitraum keinen Post gefunden, der keines dieser drei Elemente beinhaltet. Bei zwei der 30 Posts steht ein Produkt im Mittelpunkt, sonst richten sich die Posts eher Themen wie Vatertag, Brustkrebstag oder allgemeineren Themen rund um das Unternehmen.

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Abb.5: Philips beitrag- 5.Juni 2014; Quelle: Facebook 2014

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Abb.6: Philips Beitrag 19.Mai 2014; Quelle: Facebook 2014

Diese beiden Beiträge verdeutlichen, dass Philips zum einen immer wieder multimediale Inhalte aufgreift, so zeigt Abbildung 5 beispielsweise ein Video darüber, dass das Gehirn aus 14 Mrd. Nervenzellen besteht. Und der Post in Abbildung 6 mit dem Bild der beiden Rentner, welche Strand entlang joggen und dem Text:

Our mission is to create a company that makes a difference and improves people’s lives.

Tell us what innovations matter to you?#innovationandyou  http://philips.to/RPiYJu“ (vgl. Facebook 2014)

Dieser Beitrag soll auf die Mission und das Leitbild des Unternehmens anspielen ( Slogan: Innovation and you) und gleichzeitig auf die Mission anspielen, ein Unternehmen zu schaffen, welches einen Unterschied setzt und das Leben der Menschen verbessert. Er dient keineswegs zur Werbung für ein bestimmtes Produkt, sondern spricht die Kunden an und macht darauf aufmerksam, dass alle Produkte von Philips dazu entwickelt werden, das Leben des einzelnen zu verbessern. Bei beiden Beiträgen steht weder ein Produkt im Vordergrund, noch offensichtlich oder störend das Logo/ das Unternehmen selbst. Der Kunde fühlt sich nicht bedrängt, sondern sieht für sich selbst den Nutzen, das Video anzugucken und dazu noch seine Meinung äußern kann und angeregt selbst aktiv zu sein, bei dem Beitrag in Abbildung sechs wird der Kunde direkt angesprochen und aufgefordert, selbst Feedback zu geben. Demnach handelt es sich hier meiner Erachtens nach um einen klassischen Unternehmenspost und kein Marketing-Post oder dergleichen, denn kein Produkt steht hier im Mittelpunkt. Wie für die externe Unternehmenskommunikation typisch und in den vorangegangen Beiträgen erläutert, zielen beide Posts auf die Zielgruppenansprache ab.

Apropos Zielgruppe, zu der Zielgruppe der Beiträge konnte ich folgendes feststellen. In jedem der 30 Beiträge werden trotz des Faktes, dass nur zweimal ein Produkt direkt beworben wird, immer wieder (potentielle) Kunden angesprochen. Da sich alle Produkte Philips´auf well-being und gesund leben orientieren, schließe ich dabei prinzipiell keine Altersgruppe aus. So wird natürlich die junge Zielgruppe der aktiven Facebook-Nutzer direkt angesprochen (Alter: 18-44 Jahre, vgl. Statista, 2014), allerdings auch (werdende) Eltern, sowie die ältere Generation. Da Philips mit seinem umfangreichen Produktportfolio viele Zielgruppen anspricht, kann ich bezüglich der Zielgruppe der Beiträge ebenfalls keine große Einschränkung feststellen, da diese nicht ausschließlich auf die Produkte abzielen, sondern die Marke Philips und die Corporate Identity in Mittelpunkt rücken.

Philips postet sehr viele Bilder bzw. Videos, in den 30 Beiträgen wurden in 24 Bilder gepostet und in den sechs anderen jeweils ein Video. Zudem findet man sehr oft Links zu Unternehmenswebseiten oder YouTube, so gut wie in jedem Post wird entweder zu einer Unternehmenswebseite verlinkt oder auf ein YouTube-Video. In vielen der Beiträge wird oftmals zum antworten oder reagieren aufgefordert. So wie zum Beispiel in diesem Beitrag:

Philips_06062014

Abb.7: Philips Beitrag, 6.Juni 2014; Quelle: Facebook, 2014

In diesem Post geht es um die Unternehmensparte Licht und dabei wird den Kunden gefragt, ob er einen dunklen Heimweg hat, in dem er sich etwas verletzlich fühlt. Solche oder ähnliche Fragen kommen immer wieder in den Posts vor. So wird immer wieder der Dialog zur Zielgruppe geschaffen. Es wird immer wieder relevanter Content zur Unterhaltung geschaffen und als einheitliche Strategie verfolgt.

Trotz der unterhaltenden Inhalte mit interessanten und zum Teil nachdenklichen, aber auch lustigen Themen und der persönlichen Ansprache, ist mir aufgefallen, dass die User immer mit „Sie“ angesprochen werden. Das „You“ bezieht sich immer wieder auf die formale, höfliche Form, keineswegs auf „Du“. Es wird also immer wieder eine respektvolle Nähe geschaffen, es soll ein Dialog und eine Beziehung entstehen, die versucht Respekt, Professionalität und Höflichkeit aufzubauen.

Die Beiträge von Philips werden immer wieder von Usern beachtet, jedoch kann man nicht pauschal sagen, auf wie viel Anerkennung und Aufmerksamkeit sie bei den Usern stoßen. So gibt es beispielsweise einen Beitrag mit 42 Gefällt mir-Angaben und wiederum Beiträge mit über 5.000 Gefällt-mir Angaben. Durch Kommentare der User auf die Posts wird der Grad der Interaktion noch gesteigert. Facebook hat also offensichtlich Potenzial ein Kommunikationsverhältnis zu den Anspruchsgruppen zu schaffen.

 

Interpretation/ Fazit

Nun zu meiner Interpretation des vorangegangenen. Ich empfinde es als sehr positiv, dass man als User nicht mit Inhalten erschlagen wird. Jeder Post umfasst nicht mehr als 2-3 Sätze und ist kurz und knapp aufbereitet. Allerdings bin ich der Meinung, dass der Rhythmus der Beitrags-Veröffentlichungen regelmäßiger geschehen muss. Wie ich bereits festgestellt habe, gibt es keinen direkten Rhythmus. Das sollte man meiner Meinung nach ändern, ich finde es als erstrebenswert mindestens einmal pro Woche über die Neuigkeiten im Unternehmen, seien es Produktneuheiten oder auch beispielsweise Messe- Präsenzen, so sollte und könnte sich doch jede Woche etwas kommunizieren lassen.

Sehr positiv empfinde ich allerdings die Aufbereitung der Beiträge, die Bilder, Videos oder Links sind sehr ansprechend und visualisieren stets und ständig die eigentliche Botschaft. Die Beiträge sind kurz, knackig und visuell immer ein Blickfang.

Im Vordergrund des Auftrittes steht die direkte Ansprache zur Zielgruppe und der Dialog mit dem Kunden. Doch ich würde nicht behaupten, dass der Kunde und das Produkt im Fokus steht, sondern wie bereits erwähnt, die Marke, die Mission, die Botschaft. Die Beiträge wirken nicht aufdringlich und ich finde, die Markenbotschaft wird super übermittelt. Durch die große Reichweite, die durch die Gefällt-mir Angaben gewährt wird, kann dieses Ziel im großen Rahmen ermöglicht werden. Der stetige Dialog zur Zielgruppe, und damit meine ich nicht nur Kunden, sondern auch Journalisten, Blogger und weitere Multiplikatoren, ist für eine effektive Unternehmenskommunikation erfolgsrelevant und das scheint Philips meiner Meinung nach, aufgrund der unregelmäßigen Beiträge, noch nicht zu 100% verstanden. Der Facebook-Kanal wird genutzt, um an die Zielgruppe heranzutreten, die Kundenbindung zu stärken und interaktive Prozesse zu steuern.

Allerdings bringt diese Form der Unternehmenskommunikation auch große Risiken mit sich. Aufgrund der großen Öffentlichkeit und dem leichten Zugang können kritische oder beleidigende Äußerungen und Beiträge von Kunden ohne Kenntnis oder großer Einflussnahme veröffentlicht werden. Solche Äußerungen können dem Ruf des Unternehmens auffallend schädigen, wenn nicht rechtzeitig darauf reagiert wird (-> Gefahr des Shitstorms).

Als eine Stärke wiederum sehe ich den hohen Interaktivitäts-/ Interaktionsgrad. Auf jeden Beitrag des Unternehmens reagiert ein User, sei es in Form eines Likes, eines Kommentares oder durch das Teilen der Beiträge. Bis auf eine Ausnahme bleibt kein Post unkommentiert. Die User sind also interessiert an den Inhalten und lässt sich auf die Interaktion mit dem Unternehmen ein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Philips mit dem Facebook-Auftritt in die richtige Richtung geht und auf jeden Fall Multiplikatoren erreicht. Jedoch ist dieser Auftritt noch ausbaufähig.

 

Ihr könnt auch gern ´mal auf der Facebook- Seite von Philips vorbeigucken und mir Eure Einschätzungen mitteilen!

 

Quellen:

Facebook (2014). Philips. Abgerufen am 5. August 2014 von https://www.facebook.com/Philips/.

Statista (2014). Altersverteilung der deutschen Facebook-Nutzer im Januar 2014. Abgerufen am 5. August 2014 von http://de.statista.com/statistik/daten/studie/70217/umfrage/altersverteilung-der-facebook-nutzer/

Philips (2014). Philips in sozialen Netzwerken. Abgerufen am 5.August 2014 von http://www.philips.de/

Wie soll meine Analyse aussehen und wie gehe ich dabei vor?

Heute melde ich mich mit einem Beitrag bezüglich meiner anstehenden Analyse, da ich nun endlich die Theorie komplett abgeschlossen habe, kann ich mich nun voll und ganz der Analyse widmen. Wie in dem Beitrag Was will ich eigentlich erforschen? beschrieben, werde ich zunächst die Kanäle vorstellen, dabei habe ich mich nun aufgrund meines letzten Beitrages für drei Kanäle entschieden, die ich einzeln in den nächsten Posts vorstellen und analysieren werde. Meine Analyse-Plan besteht aus zwei konkreten Schritten:

Analyse

Im ersten Teil sollen die einzelnen Beiträge anhand von formalen Untersuchungskriterien beurteilt werden, dabei werde ich auf die Anzahl der Beiträge, den Rhythmus der Veröffentlichungen und der Länge dieser eingehen. Im Anschluss daran untersuche ich die Inhalte der Beiträge. Dabei werde ich auf die Themenwahl, die Zielgruppe und die Zielgruppenansprache sowie der Multimedialität und der Interaktivitätsmöglichkeit eingehen.

Interpretation

Im zweiten Schritt sollen die Beiträge interpretiert werden, also die Inhalte bewertet werden. Dabei beabsichtige ich, ob die Inhalte für die Zielgruppe relevant sind und welcher Effekt dabei abgezielt wird. Außerdem möchte ich mögliche Reaktionen der Nutzer aufgreifen, Besonderheiten hervorheben und ebenso auf die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eingehen. In diesem Teil ist es mir ebenso wichtig, einen Vergleich festzuhalten zwischen den drei Kanälen.

Hier eine kleine Mind-Map dazu:

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Abb. 1: Analyse-Plan ; Quelle: eigene Darstellung, 2014

Nachdem ich die Social Media Kanäle analysiert habe, werde ich in einem zusammenfassenden Fazit diese miteinander vergleichen.

Also los geht´s…

 

 

Nachwuchs Community

Hey ihr Lieben,

ich wollte nur ein kurzes Update geben, dass Vanessa mit ihrem Blog- WhatsApp your life?

jetzt ebenfalls zur Community gehört. Sie beschäftigt sich mit WhatsApp und dem Thema, inwieweit WhatsApp unseren Alltag bestimmt und vor allem der Thematik ständige Erreichbarkeit mit, über und durch WhatsApp.

 

Ich bin gespannt, was sie dort so erforscht. Auf jeden Fall wünsche ich ihr viel Spaß und frohes Schaffen!